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27.6.2005 | Kommentare (0)
Dr. Konstantin Kaiser - Schriftsteller, Wissenschafter (2748 Besucher)
Konstantin Kaiser studierte Philosophie in Wien, war Mitbegründer der literarischen Gruppe "Hundsblume" und der Theodor Kramer Gesellschaft und ist seit 1983 freier Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Er veröffentlicht Essays, Gedichte und Prosa. Zusammen mit Siglinde Bolbecher ist er Herausgeber der Zeitschrift "Zwischenwelt", der Buchreihe "Antifaschistische Literatur und Exilliteratur" und des Lexikons Österreichischer Exilliteratur.
Wie alt sind Sie?
Seit wann arbeiten Sie im Stuwerviertel?
Wo sind Sie geboren?
Erklären Sie kurz Ihre Arbeit.
Womit starten Sie den Tag?
Was hat Sie in die Selbstständigkeit geführt?
Was wünschen Sie sich für Ihre berufliche Weiterentwicklung?
Waren Sie schon arbeitslos?
Was möchten Sie gerne machen, wenn Sie in den Ruhestand treten?
Was ist Ihre Arbeitsdevise?
Was erwarten Sie von MitarbeiterInnen?
Wofür nutzen Sie das Internet?
Welche Bedeutung hat Arbeit für Sie?
Wieviele Stunden verbringen Sie täglich mit Arbeit?
Welche Bedeutung hat Geld für Sie?
Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung in Ihrer Freizeit?
Welche Verkehrsmittel benutzen Sie?
Welche Angebote nutzen Sie in Wien?
Wie haben Sie über die Ziel2-Wien Förderung erfahren?
Was erwarten Sie sich vom Ziel 2-Wien Programm?
Geben Sie uns Tipps zu Ihrer nächsten Umgebung im Ziel2-Gebiet. (Lokale, Geschäfte, Plätze usw.)
58 Jahre
Ich lebe und arbeite seit 1981 in der Nähe des Mexikoplatzes.
In Innsbruck
Ich bin gelernter Philosoph, arbeite als Lyriker, Essayist und in der wisschenschaftlichen Forschung. Für die Theodor Kramer Gesellschaft bin ich als Kulturorganisator, als Lektor und Redakteur tätig. Weiters bin ich Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung.
Kaffee trinken, Geschirrspüler ausräumen oder Wäsche aufhängen (das gehört zu meinem Aufgabenbereich in der Wohnung) und den Hund ausführen
Wann beginnen Sie morgens mit der Arbeit?
In der Regel um 9 Uhr, bei enormen Druck beginne ich auch um 5 Uhr
Meine Auseinandersetzung mit antifaschistischer Literatur hat mich zur Exilliteratur geführt. Ich habe Forschungsprojekte gemacht, wie z.B. das Lexikon für Exilliteratur, ich arbeite schriftstellerisch. Eine Anstellung hat es auf diesem Weg nie gegeben.
Mehr Zeit fürs Schreiben und Forschen, d.h. dafür brauche ich mehr Geld, damit ich Arbeiten delegieren kann. Ich glaube, dass sich die Theodor Kramer Gesellschaft in den nächsten drei Jahren noch gut weiter entwickeln wird.
Was kann Sie in Rage versetzen?
Untätige Dumpfheit und große Ungeschicklichkeit. Männer, die Witze über Frauen, Juden oder Schwiegermütter erzählen.
Nach dem Studium. Die Zeit habe ich gebraucht, um mein neues Tätigkeitsfeld aufzubauen.
Ich habe keine Vorstellung davon, je in den Ruhestand zu gehen. Mit 40 habe ich mir vorgestellt, dass ich mich mit 60 der Gartenarbeit widmen werde, das habe ich vorerst auf 70 verschoben. Ich muss auch keine Weltreise machen.
Dran bleiben, immer über die Grenzen des eigenen Wissens gehen. Der Mensch braucht keine Wurzeln, sondern einen Boden unter den Füßen.
Dass es freundschaftliche Umgangsformen und eine gemeinschaftliche geistige Entwicklung neben der Arbeit gibt.
Für Emails. Manchmal suche ich Informationen, aber lieber schaue ich in Buchlexika nach, da das Internet durch die vielen Fehlinformationen unzuverlässig ist. Für Fakten der Zeitgeschichte ist das sehr problematisch. Beim Lektorieren nutze ich es, da es da in der Regel um breite Informationen geht. Sollen Informationen in die Tiefe gehen, empfehle ich Buch-Bibliotheken.
Welches ist Ihr elektronisches Lieblingsgerät?
Geräte sind Werkzeuge. Ich habe kein Lieblingsgerät.
Arbeit ist bei mir politisch, philosphisch und künstlerisch motiviert. ich möchte über gewohnte Bahnen hinausgehen, dabei mit Menschen zusammenarbeiten und etwas verändern. Im Nachkriegsösterreich musste ich mir als Schreibender die entsprechende Umgebung schaffen, damit ich tätig werden konnte.
9 - 11 Stunden
Geld gibt mir die Möglichkeit, bestimmte Dinge zu tun. Geldsorgen machen mich nicht produktiv.
Ich würde gerne wieder Fußball spielen und verschiedene Städte bereisen.
Taxi und U-Bahn in Wien, die Eisenbahn für Langstrecken, wenn ich alleine fahre. Gemeinsam mit meiner Frau fahren wir mit dem Auto.
Nennen Sie uns einige Lieblingswebsites.
www.zvab.com; www.bundestheater.at
Cafe Prückel, ab und zu die diversen Theater, Lesungen und Buchpräsentationen
Ich weiß nicht,was konkret gemacht wird.
Es wäre sinnvoll, Kinderbetreuung für Zugezogene zu fördern und ihnen den Schulzugang so zu erleichtern. Förderungen von Zuwanderern sind wichtig, damit Zukunft entstehen kann. Im Stuwerviertel fehlt ein Kulturzentrum, in dem sich die verschiedenen Gruppen treffen können.
Wie beurteilen Sie das Viertel/Grätzel, in dem Sie arbeiten?
Es ist immer noch ein gutes Viertel. Die Leute haben nicht viel Geld und sind für bestimmte Probleme prädisponiert. Im Stuwerviertel gibt es einen hohen Anteil arisierter Wohnungen. Es ist ein tradionelles Ansiedlungsgebiet schon vor 1938 mit vielen jüdischen und tschechischen Zuwanderern.
Bibliothek der Theodor Kramer Gesellschaft (Voranmeldung notwendig!)
Galerie vor Ort
Vorgartenmarkt