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Arbeit und Leben

 

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11.8.2005

 

Corona Gsteu - Künstlerin (2820 Besucher)

Corona Gsteu lebt mit ihrer Familie im Stuwerviertel. Sie mag die dörfliche Struktur und die vielen Bekanntschaften, die sie im Laufe der Jahre geschlossen hat. Ihre künstlerische Tätigkeit fließt in ihre Arbeit in der Gebietsbetreuung Leopoldstadt ein, wo sie ihr Interesse für Raum und Raumgestaltung weiter entwickelt. Trotz Kinderbetreuung, Haushalt und Beruf findet Corona immer wieder Zeitlücken für ihre künstlerische Arbeit.

Wie alt sind Sie?
41 Jahre

Seit wann leben und arbeiten Sie in Stuwerviertel?
Seit 1992

Wo sind Sie geboren?
In Wien

Erklären Sie Ihren Aufgabenbereich.
Künstlerische Tätigkeit, Zeichnungen, Grafiken, Planungen im öffentlichen Raum, Kulturarbeit

Womit starten Sie den Tag?
Momentan mit Flascherl machen um 2:00 früh, ansonsten „etwas“ später mit einem Kaffee.

Wann beginnen Sie morgens mit der Arbeit?
Gegen 9 Uhr

Wie würden Sie mit eigenen Worten ihre Firma, für die Sie arbeiten, beschreiben?
Flexibel und vielseitig, offen für Neues

Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihren KollegInnen?
Sehr gut

Was war Ihr erstes Passwort am Computer?
zwilling

Was kann Sie in Rage versetzen?
Ungerechtigkeit, Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit, Mobbing, Lügen

Verraten Sie uns eine Marotte/ Eigenheit?
Viel zu kontaktfreudig . Ich brauche im Stuwerviertel von A nach B immer 3x so lange als geplant, da ich einen Haufen Menschen kenne, die ich sehr mag und die mich interessieren, da möchte ich wissen wie es ihnen geht und was sie gerade treiben und woran sie gerade arbeiten... Das kann dann lange dauern!

Wie lautet Ihr Kurzname?
Gibt es keinen, ganz einfach Corona (lat.Kranz oder Krone), wie das mexikanische Bier!

Was möchten Sie gerne machen, wenn Sie in Ruhestand treten?
Mit meiner Familie zusammen treffen, reisen, Stimmungen länger geniessen, diskutieren, neue Menschen kennen lernen

Was ist Ihre Arbeitsdevise?
Ich möchte jederzeit zeichnen/arbeiten können, nicht nur dann, wenn mich die Muse küsst! Das ist für mich die Herausforderung – das Handwerk dazu weiter entwickeln, offen für Neues sein. Der Prozess : Nachdenken - Ideen finden – Umsetzen. Ein Projekt planen und ausführen, hartnäckig bleiben, keine Ideologien über Bord werfen, Überzeugungsarbeit leisten.

Was erwarten Sie sich von Ihren KollegInnen?
Loyalität, Offenheit, Ehrlichkeit, Innovation, Kritikfähigkeit

Welche Bedeutung hat Arbeit für Sie?
Es ist meine Existenzsicherung, ich arbeite gerne.

Wofür nutzen Sie das Internet?
Informationsquelle und Informationsvermittlung. Das beginnt bei: wie komme ich wo hin, was ist heute abend z.B. im MAK oder im Viertel los, und hört auf bei: was stellt eine Freundin gerade in London aus, den jeweiligen Stand der Leute/ FreundInnen/KünstlerInnen miterleben, die gerade anderswo leben bzw. ausstellen, Reisebuchungen im In- und Ausland, Verkehrverbindungen uvm.

Welches ist Ihr elektronisches Lieblingsgerät?
Momentan mein Notebook.

Wieviel Stunden verbringen Sie täglich mit Arbeit?
Ich führe sehr verschiedene Arbeiten an einem Tag aus, für die künstlerischen und organisaorischen Arbeiten im Schnitt ca. 7-8 Stunden.

Welche Bedeutung hat Geld für Sie?
Keine - aber ich brauche es.

Waren Sie schon einmal arbeitslos?
Ich habe studiert und gleichzeitg gearbeitet, dann war ich ein halbes Jahr arbeitslos und konnte endlich wieder „nur“ weiterstudieren...also die Arbeitslosigkeit stand für mich in einem anderen Kontext, ich habe aber die Maschinerie „Arbeitsamt - und nur eine Nummer sein“ in der Zeit kennengelernt.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung in Ihrer Freizeit?
Mit meinen Kindern schwimmen gehen.

Was wünschen Sie sich für ihre Arbeit?
Dass sie gesehen wird.

Welche Angebote nutzen Sie in Wien?
Kulturelle Angebote, wie Ausstellungen, MQ, MAK, Theater, Kabarett, Lesungen, sowohl in der Stadt als auch in meinem Viertel „ums Eck“, wie Prater, Donauinsel, alte Donau, Venediger Au als Erholungsraum mit meinen Kindern.

Welche Verkehrsmittel benutzen Sie?
Das Fahrrad, die 21erBim, 5er, alle U-Bahnen, Busse (ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel!)

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Ziel 2-Wien Programm gemacht?

Sehr gute - sowohl innerhalb der Gebietsbetreuung Leopoldstadt und mit dem Grätzelmanagement 02 und 20, als auch dem Kulturpark Augarten, dem MOST Stuwerviertel. Anforderungsprofile für die jeweiligen „Projektmanager des Grätzels“ sollten vor der Anstellung jedoch in einer Ausschreibung klar definiert werden. Die Projekte, die mit viel Aufwand vom Personal her langfristig begleitet und betreut werden, funktionieren, die anderen leben nur kurz vom harten Kern der Bevölkerung und schlafen dann eventuell wieder ein. Die Begleitung ist offensichtlich das Wichtigste. Es ist schade, dass Kunst und Kultur zu wenig gefördert werden, obwohl sie - im Vergleich zu anderem - so viel mehr bewirken können.

Was erwarten Sie sich vom Ziel 2-Wien Programm?
Vernetzungsarbeit - Publikationen - Öffentlichkeitsarbeit - think global/act local - Arbeitsweise — Niederschwelligkeit. Verbesserung der Strukturen im Viertel, sowohl für die BewohnerInnen, die Märkte, die Kaufleute. Veröffentlichung und Unterstützung von Aktivitäten, Bewerbung und Unterstützung von Ausstellungen, Lesungen, DJ Lines und anderen Aktivitäten sowie multikulturelle Arbeit in all den bereits erwähnten Bereichen, also Integration von Menschen, ohne der Trennung von ZuwandererInnen von ansässigen ÖsterreichInnen.

Wie beurteilen Sie das Viertel/Grätzel, in dem Sie leben?
Ein wunderschönes grünes Arbeits- und Wohnviertel. Es gibt einige Aufgaben, die Situation zu verbessern. Ich arbeite selbst daran. Es fehlen jedoch Entscheidungen auf höherer Ebene zur Finanzierung! Eine bessere Vernetzung und Kommunikation der BewohnerInnen, vielleicht eine Neuorientierung der Geschäfte und des Marktes - eine verbesserte Vernetzung der Vereine und Schulen in Verbindung mit den Großbetrieben rundherum wie Messe, Prater, Konzerne in der Lassallestraße, dem Ekazent, und dem Einkaufszentrum wären wichtig.

Geben Sie uns Tipps zu Ihrer nächsten Umgebung im Ziel2-Gebiet (Lokale, Geschäfte, Plätze usw.).

Lokale:
Eggers Gusto Stüberl: Familienbetrieb, Ausstellungsstr./Ecke Molkereistraße. Sehr gute Küche, Schanigarten zur Ausstellungsstraße hin. Mich hat fasziniert als ich das erste Mal dort war, dass die Hälfte der Leute im Schanigarten vom Augustinverkäufer eine Zeitung gekauft haben!
Gasthaus Reinthaler in der Stuwerstraße
Gasthaus Möslinger : Wolfgang Schmälzlgasse, wunderbare Waldviertler Spezialitäten
Apartment02 : Neues Lokal. Obermüllnerstr. 2A, nett, im Innenhof zwischen Fachhochschule und StudentInnenheim
Gebietsbetreuung Leopoldstadt :Mayergasse 3: Infos zum Mietrecht, Haussanierungsberatung, Verkehrsplanung, Hofbegrünung,
Gebietsbetreuung Außenstelle Stuwerviertel: Molkereistr.: stuwart KünstlerInnenvernetzung + Kulturarbeit, öffentlicher Raum, Anlaufstelle
Bassena Stuwerviertel: Wolfgang Schmälzlgasse 12, gut gemischtes Angebot für Jugendliche und Kinder, auch Erwachsenenbildung

Fimen:
Weilguny: Organizer, Kalender und Papierwaren, Stuwerstraße, sehr persönliche Betreuung
Papierwaren Löscher: Wolfgang Schmälzlgasse , sehr persönliche Betreuung
Blumengeschäft Wildwuchs : Ennsgasse, innovativer Blumenladen mit Hang zum Kultgeschäft
Installateur Riedel : sehr persönliche Betreuung
Schuh und Schlüsselservice Daniel am Ilgplatz, sehr persönliche Betreuung
Galerie Bogdan: Stuwerstraße/ Ecke Molkereistraße
GALERIE VOR ORT
Firma Koks, Kohle, Holz, Heizöl: Obermüllnerstraße 11


 

 

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