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12.8.2005
Moritz Hoffmann - Künstler (2771 Besucher)
Moritz Hoffmann arbeitet als Grafiker für sein Einkommen, hat aber auch ein kleines Atelier in der Dammstraße 4, wo er seine kreativen Ideen umsetzt. Er ist einer der Aktivisten im Arbeitskreis Kunst & Kultur und macht das Layout für die Grätzelzeitung. Schätze, die er aus seiner langjährigen Studienzeit mitgebrachte hat, sind mögliche Unterhaltungen in Chinesisch und Holländisch. Wie alt sind Sie? Seit wann arbeiten Sie im Wallensteinviertel? Wo sind Sie geboren? Erklären Sie kurz Ihre Arbeit. Womit starten Sie den Tag? Wann beginnen Sie morgens mit der Arbeit? Was hat Sie in die Selbstständigkeit geführt? Was wünschen Sie sich für Ihre berufliche Weiterentwicklung? Was war Ihr erstes Passwort am Computer? Verraten Sie uns eine Marotte? Haben Sie einen Künstlernamen? Was möchten Sie gerne machen, wenn Sie in den Ruhestand treten? Was ist Ihre Arbeitsdevise? Seit ich den Wiener Grant kennengelernt habe, denke ich öfters: „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“. Was erwarten Sie von MitarbeiterInnen? Wofür nutzen Sie das Internet? Welches ist Ihr elektronisches Lieblingsgerät? Welche Bedeutung hat Arbeit für Sie? Wieviele Stunden verbringen Sie täglich mit Arbeit? Welche Bedeutung hat Geld für Sie? Waren Sie schon einmal arbeitslos? Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung in Ihrer Freizeit? Welche Verkehrsmittel benutzen Sie? Welche Angebote nutzen Sie in Wien? Welche Erfahrungen haben Sie mit der Ziel2-Förderung gemacht? Was erwarten Sie sich vom Ziel 2-Wien Programm? Wie beurteilen Sie das Viertel/Grätzel, in dem Sie arbeiten? Geben Sie uns Tipps zu Ihrer nächsten Umgebung im Ziel2-Gebiet. (Lokale, Geschäfte, Plätze usw.)
38 Jahre
Ich bin seit 2000 in Wien und auch in der Brigittenau.
In Berlin
Ich habe erst Sinologie, dann Kunstgeschichte, dann Kunsterziehung studiert, um dann letztlich 1993 von Berlin nach Amsterdam zu wechseln. Dort habe ich Bildende Kunst mit Diplom abgeschlossen.
Nach Wien führte mich die Liebe und ein Artist-in-Residence-Stipendium. Seit 2002 habe ich ein Atelier in der Dammstraße, in dem ich arbeite und auch Ausstellungen von eigenen Arbeiten bzw. von Freunden zeige. In meiner künstlerischen Arbeit versuche ich poetische Situationen herzustellen, die zum Hinterfragen und Beobachten animieren. Das geschieht durch ortsbezogene Installationen, Fotografie oder auch Spaziergänge mit Objekten wie dem VogelHausRucksack. (siehe Foto)
Mit Musik und Kaffee.
Das bin ich und DAMM4-Projektraum für Kunst….die kleinste Galerie Wiens und momentan mein Arbeitsraum.
Im Grunde meine Ausbildung. Meine künstlerische Ausbildung umfasst viele Bereiche der Gestaltung (wie z.B. Fotografie, Installation, Collage, Performance etc) und der Umsetzung durch visuelle Medien (Fotografie, Super8-Film, Video) … aber das entspricht natürlich keinem festen Berufsbild, daher beginne ich mich gerade stärker auf die grafische Gestaltung zu konzentrieren.
Momentan viele grafische Aufträge ! Mehr Wissen in verschiedenen Programmen und Zeit und Kraft für die künstlerische Arbeit, Galerienkontakte, Ausstellungen, künstlerische Vernetzung im Rahmen von Q202, der KünstlerInnengruppe, die sich im 20 und 2ten schon mehrfach durch den AtelierRundgang gezeigt hat.
Ich verwende es noch immer.
Was kann Sie in Rage versetzen?
Autoritäres Gehabe, Sturheit, Besserwisserei
Ich quatsche manchmal so viel, das es mich selbst nervt.
Moritz Hoffmann … ich hatte mal kurz einen Spitznamen, aber die Geschichte, wie ich zu dem gekommen bin, ist zu umständlich um sie hier auszubreiten.
Ich vermute, den klassischen Ruhestand mit Pension wird es bei mir kaum geben.
Humor, Flexibilität, Offenheit und Geduld
E-Mail, Recherche im Kunstbereich, Informationsforum
CD-Player
Die künstlerische Arbeit ist keine Arbeit mit festen „Bürozeiten“, d. h. für mich läuft sie eigentlich permanent. Wenn für sich für mich ein spezielles Thema entwickelt hat (wie z.B. Nomadentum, Freiheit/Heimatsbegriff in Zusammenhang mit meinem VogelHausRucksack-Objekt) suche ich mir auch Literatur zu diesen Bereichen, arbeite also nicht nur visuell, sondern auch theoretisch. Dann gibt’s natürlich noch die andere Arbeit … aber das kommt eh später!
Sehr verschieden …. von vier bis sechzehn Stunden ist alles möglich.
Am Ende des Geldes habe ich meist noch ein Stück vom Monat übrig … beantwortet das die Frage?
…das ist der andere Teil der Bedeutung von Arbeit für mich. Ich bin seit einem Jahr auf der Suche nach Arbeit im Bereich der Kunst. Da gibt’s halt sehr weniges und Kulturarbeit wird meiner Meinung nach generell viel zu gering bewertet und entlohnt …. da kann einen als Künstler schon mal die Existenzangst packen!
Ich koche bzw. esse sehr gerne.
Fahrrad, Öffis, Bahn
Das Kulturangebot des Falters, AugartenKino, MuQua, Ausstellungen, Heurige, das Q202-KünstlerInnen-Netzwerk und das Netzwerk von EOP, ebenfalls ein Kunst- und Wissenschaftsnetzwerk und natürlich die Arbeitsgruppen GRÄTZELZEITUNG und Kunst&Kultur vom Grätzelmanagement.
Die Arbeit vom Grätzelmanagement finde ich supernotwendig in diesem Bezirk. Ich hatte mir ganz am Anfang unbürokratischere Impulse vor allem für die Kunst&Kultur im Grätzel erwartet und habe mit der Zeit gelernt, dass man halt zäh an den eigenen Ideen dranbleiben muss, um sie dann zu realisieren. Deshalb bin ich in der AG Grätzelzeitung und in der AG Kunst&Kultur.
Ich hätte gerne ein Netzwerk von aktiven BürgerInnen, die auch unabhängig von der Arbeit des Grätzelmanagements (für die Zeit „danach“, wenn das Ziel2-Wien-Programm einmal ausgelaufen ist…) weiter an Impulsen für das Grätzel arbeiten. Auch denke ich, die Längerfristigkeit von Ziel2Aktionen sollte stärker bedacht und vor allem finanziert werden … und österreichische, serbische, türkische, bosnische, kroatische, afrikanische und chinesische MitarbeiterInnen für die Grätzelzeitung!
Die Brigittenau erinnert mich mit seinen verschiedenen Bevölkerungsgruppen an den Bezirk Neukölln, in dem ich in Berlin gewohnt habe….es wird irgendwann mal dem 16ten den Rang ablaufen, weil es hier viel Potential gibt für ein ähnlich buntes Leben von allen Völkern Wiens. Mir gefällt’s!
Wo ich immer wieder interessante Sachen (CDs,Elektrogeräte,Kuriositäten) gefunden habe, ist MoneyPoint in der Jägerstraße
Gasthaus Prohaska Klosterneuburger Ecke Wexstraße
Cafe Frame, Hacienda Ephemer
Am Nordpol
und immer wieder wichtig: RundUmDieUhr Bäckerei Prindl
Beim Augarten denke ich immer, warum bin ich hier so selten?!