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Privater Beitrag

 

Ein Augenblick (Meine Heimat ist die Erde)

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Irina Leonhartsberger | 16.3.2007 | Kommentare (0)

 

Ein Augenblick (Meine Heimat ist die Erde) (4682 Besucher)

da die Heimat die Erde ist, soll man sich auch die Zeit nehmen. So nahm ich drei Tage um meinen Sohn zu treffen. Er lebt in Neuseeland und wenn die Mutter (ich)hört, dass der Sohn mit einer australischen Tanzgruppe in Großbritannien unterwegs ist, klingt es so als ob er um die Ecke wäre und ich bin schon auf dem Weg dorthin.

Unsere Begegnung fand in Schottland in Glasgow statt. Um 10 Uhr vormittags umarmen wir uns und unsere Herzen schlagen vor Aufregung, um drei begleite ich ihn ins Theate Royal, um 20 Uhr ist die Aufführung. Ich sehe ihn auf der Bühne. Das Stück heißt "Held". Um was geht es hier, darüber steht nichts im Programm. Während fast der ganzen Vorführung ist eine Fotografin auf der Bühne. Sie fotografiert und sofort sieht man es auf seitlich aufgestellten Leinwänden. Das Tempo der Tänzerist rasend schnell und nur die Augenblicke bleiben für kurze Zeit auf den Leinwänden gehalten. Ist das nicht auch so im Leben? Nur ein kurzer Moment, der in unserem Gedächtnis bleibt, immer wieder aufleuchtet als ein Bild, aber er ist schon längst  Vergangenheit. DasLeben geht immer weiter.

Am nächsten Tag haben wir einen Tag nur für uns. Wir sind zusammen und Glasgow hat uns zu Gast. Wir gehen durch den sehr alten Friedhof im Zentrum von Glasgow, gehen den Weg nach oben und hier zwischen den sehr alten Gräbern auf dem Friedhofshügel sehen wir das Panorama der Stadt, wir sehen bis zum Horizont. Und ob die Toten sagen würden, geht weiter...schaut wie schön die Welt ist... genießt die Momente aus denen das Leben besteht.

Wir genießen, reden, essen und trinken und jeder Augenblick ist schon im nächsten Moment die Vergangenheit... Es geht immer weiter und wir können es nicht aufhalten. Den nächsten morgen noch eine Umarmung. Wir spüren eine tiefe und stille Verbindung unserer Herzen. Die Tanzgruppe fliegt um 6.40 nach Wales. Ich fliege um 18.00 Uhr nach Wien. Ich nehme den Bus und fahre zur Meeresküste. Hier im kühlen Wind, kommen und gehen die Augenblicke von gestern. Unser kurzes, dafür sehr intensives Miteinandersein ist vorbei. Das Herz ist ruhig und spürt die Wärme und die Liebe. Danke. Es geht weiter...